October 12, 2026

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Der „Pfad der Gesetzlosigkeit“ – Neue Enthüllungen im Fall der Bitcoin-Börse QuadrigaCX

Der „pfad der gesetzlosigkeit“ – neue enthüllungen im fall der bitcoin-börse quadrigacx

Der „Pfad der Gesetzlosigkeit“ – Neue Enthüllungen im Fall der Bitcoin-Börse QuadrigaCX

Der „pfad der gesetzlosigkeit“ – neue enthüllungen im fall der bitcoin-börse quadrigacx

Es hat sich inzwischen herumgesprochen in der Welt der Kryptowährungen: Eine kanadische bitcoin-Börse mit dem Namen QuadrigaCX steht in der Kritik, weil mit dem Tod des ehemaligen Betreibers eine große Menge an Kryptowährungen verschwunden war. Über 140 Millionen US-Dollar in bitcoin, Litecoin und anderen Kryptowährungen verschwanden dahingehend in den Tiefen der Blockchain. Gegenüber dem Szenemagazin Coindesk äußerte sich nun eine ehemalige Rechtsberaterin der bitcoin-Börse zu Wort.

QuadrigaCX und der „Pfad der Gesetzlosigkeit“

Wie sie bei Coindesk berichtet, war Christine Duhaime im Jahr 2015 für die Rechtsberatung von QuadrigaCX zuständig. Dabei sorgte sie nach eigenen Angaben für die regulatorische Beratung des Unternehmens. Bei einer „Management Hard Fork“, so Duhaime weiter, habe sich die Rechtsabteilung des Unternehmens jedoch aufgelöst, woraufhin QuadrigaCX „einen Pfad der Gesetzlosigkeit“ eingeschlagen haben soll.

In der Zeit jedoch, in der Duhaime für QuadrigaCX arbeitete, so die Anwältin aus Vancouver, habe die bitcoin-Börse in Verhandlungen mit den kanadischen Regulierungsbehörden gestanden. Außerdem habe die Börse bereits im Jahr 2015 über ein Cold Storage, also einer ausgelagerten, sicher geschützten Verwahrfunktion für die Kryptowährungen der Nutzer, verfügt.

Zu dieser Zeit war die Rechtsabteilung der kanadischen Börse offenbar recht ausgeprägt; insgesamt vier verschiedene Firmen sollen das Unternehmen unter Geschäftsführer Gerald „Gerry“ Cotten in juristischen Fragen beraten haben. Darüber hinaus habe es stets eine korrekte Dokumentation von Trades gegeben, ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer soll das alles abgesegnet haben.

Im Zuge einer Aufteilung des Unternehmens habe die Börse ferner im Jahr 2014 eine Reihe von neuen Aktionären bekommen haben, von denen sie nichts gewusst haben wollte. Im Zuge dessen – so die Vermutung Duhaimes – kamen dann innerhalb des QuadrigaCX-Teams erhebliche Zweifel auf. Die Befürchtung: Sie waren zum Pump-and-Dump-Opfer geworden.

Erpressung der Rechtsfirma

Im Zuge der aktuellen Entwicklungen sei die Kanzlei der Anwältin dann erpresst worden. Die Forderung: Sie sollen vertrauliche Informationen zu Interna bei der Börse herausgeben. Falls nicht, so die Drohung, würden sie auf sozialen Medien diffamiert werden. Ferner drohten die Erpresser damit, der Firma erheblichen Schaden zuzufügen und darüber hinaus eine (offenbar gefälschte) Klage gegen sie einzureichen.

Während sich das Unternehmen von Duhaime dieser Erpressung jedoch nicht hingab, so Duhaime weiter, haben einige Personen mit wichtigen Informationen ebenjene zurückgezogen. Wie sie weiter berichtet, habe QuadrigaCX nach und nach ausstehende Unternehmensanteile zurückgekauft bzw. für ungültig erklärt. Wenn das wiederum der Wahrheit entspräche, bedeutet das letztlich auch, dass es kaum Aktionäre gegeben haben könnte, die an Entscheidungen innerhalb des Unternehmens teilhaben konnten. Kurzum: Sämtliche Entscheidungen scheinen von der Führungsebene gefällt worden zu sein.

bitcoin-Börsen-Betreiber Cotten entließ Rechtsabteilung

Zurück zum Weg der Gesetzlosigkeit. Wie Duhaime weiter berichtet, habe Gerald Cotten schließlich beschlossen, das Unternehmen nach und nach unter seine alleinige Herrschaft zu bekommen. Im Zuge dessen entließ er die komplette Rechtsabteilung: Buchhaltung, Wirtschaftsprüfer und Regulierungsrechtskraft mussten kurzerhand die Schreibtische räumen.

Danach sei die alleinige Herrschaft in die Hände Cottens gefallen. Wie bekannt ist, war er nicht nur der einzige, der über die Private Keys verfügte, vielmehr hatte er nach den Entlassungen auch relativ freie Hand, was rechtliche Entscheidungen anging. So stellt die ehemalige Rechtsberaterin von QuadrigaCX fest:

Von diesem Zeitpunkt an [Entlassung der Rechtsabteilung] übernahm Mr. Cotten […] QuadrigaCX und betrieb die Börse so, als hätte sie keine Investoren, keine Aktionäre, keine Regulierungsbehörden und kein auf sie anwendbares Recht. Kein Gesellschaftsrecht, kein Wertpapierrecht, kein Anti-Geldwäscherecht und kein Vertragsrecht. Ich weiß nicht, warum Mr. Cotten beschlossen hat, das Regulierungsgesetz zu umgehen, aber ich habe nach diesem Tag nie wieder mit ihm gesprochen.

Weiterhin weist die Anwältin auf Ungereimtheiten bezüglich der aktuellen Aufklärung hin. So gebe es nachweislich „Gerichtsprotokolle, Buchführungsunterlagen, geprüfte Jahresabschlussbilanzen, Bankunterlagen, Informationen zu Verträgen, Aufzeichnungen von maximalem Trading Volumen sowie Unterlagen zum Cold Storage“ des Unternehmens. Das Problem dabei: Sie sind in der Provinz British Colombia hinterlegt. Die Rechtsstreitigkeiten finden jedoch in Novia Scotia statt – ein ausreichender Austausch habe bisher nicht stattgefunden. Darüber hinaus habe bisher keine der beteiligten Rechtsfirmen einen Antrag darauf gestellt, die Assets zum Schutz der Anleger einzufrieren.

Einordnung der Aussagen Christine Duhaimes

Gesetzt den Fall, dass die gegenüber Coindesk getätigten Aussagen der Wahrheit entsprechen, stellen sich im Fall QuadrigaCX neue Fragen, während sich vorhandene Verdachtsmomente verdichten. So wären die wiederholten Aussagen, es gebe keine ausreichende Dokumentation der Krypto-Transaktionen, als falsch zu bewerten. Ferner werfen die Aussagen Fragen nach mangelnder Zusammenarbeit der Justizbehörden auf. Hier von Behördenversagen zu sprechen, wäre demnach angebracht. Darüber hinaus wird hier abermals der Ruf nach einer sinnvollen, supranationalen Regulierung laut.

Was das Statement weiter enthüllt, ist der merkwürdige Alleingang des Börsenbetreibers Cotten. Durch die Abschaffung der Rechtsabteilung sowie den Rückkauf der Unternehmensanteile schaffte er Platz für eine Zentralisierung auf seine Person, die die Planung eines Exit Scams zumindest nahelegen würde. In Zusammenspiel mit den Gerüchten um das Vortäuschen des Todes bleibt der Nachgeschmack, den die Causa QuadrigaCX hinterlässt, vor allem: bitter.

Die ehemaligen Nutzer der bitcoin-Börse müssen indes weiterhin auf Fortschritte des zuständigen Gerichts warten. Etwaige Schadensersatzklagen können sie bisweilen nicht einreichen. Denn der Gläubigerschutz, der ursprünglich am 5. Februar für 30 Tage gewährt wurde, bekam am 5. März eine Verlängerung von 45 Tagen. Bis dahin heißt es für die geprellten Nutzer: abwarten.

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Published at Fri, 29 Mar 2019 14:00:06 +0000

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South Korea Moves to Regulate Domestic Bitcoin Trading, Exchanges

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Since late November 2017, South Korea has looked to regulate cryptocurrency trading in domestic exchanges, including Bithumb, Coinone and Korbit,  The Korea Herald reports. Now, trying to tame the wave of wild cryptocurrency speculation in the country, South Korea is imposing trade bans for minors and looking for ways to impose taxes on investment returns.

South Korea is the world’s third largest market in bitcoin trading, after Japan and the U.S., and the largest exchange market for ether, accounting for more than 33 percent of its market share, according to a recent MIT Technology Review report. The country is also home to two of the top 15 global digital-currency exchanges (Bithumb and Coinone) and believed to have about one million registered daily traders in virtual currencies, which is equivalent to about one out of every 50 citizens.

This is worrying the South Korean government. In September 2017, the country’s Financial Services Commission (FSC) ordered a ban on Initial Coin Offerings (ICOs). In November 2017, the head of South Korea’s Financial Supervisory Service said that the agency was monitoring cryptocurrency trading inside the country, and the country’s National Tax Agency revealed that it was considering a value-added tax, a capital gains tax or both on cryptocurrency trades. If the plan is implemented, South Korea will become one of the few countries to tax cryptocurrency-to-cash exchanges.

The government’s concern is also motivated by the risk of cyberattacks from the country’s rogue neighbor, North Korea. According to South Korea’s National Police Agency, North Korean hackers could be targeting South Korean bitcoin exchanges.

With these newest measures, North Korean banks that offer accounts for cryptocurrency trading will have to verify the identification of new account holders and prohibit minors from opening accounts. Woori Bank and Korea Development Bank will shut down virtual accounts offered to cryptocurrency exchanges before year-end, according to the banks.

The regulators will also bar financial institutions from investing in or obtaining cryptocurrencies, and is considering ways to oblige cryptocurrency exchange operators to verify users’ real names, strengthen storage security of encryption keys, and disclose purchase price and order volumes. The authorities will also take strong-handed punitive actions against the perpetrators of cryptocurrency-related scams.

In a press release, the government said that the new regulations were necessary “to prevent a general public without expertise from suffering losses by participating in virtual currency investments that have massive fluctuations.”

These issues were discussed on Wednesday, December 13, 2017, in a meeting presided over by Hong Nam-ki, minister of the Office for Government Policy coordination, and attended by officials from the ministries of justice, finance, and science and ICT, as well as from the Financial Services Commission, the Korea Communications Commission, the Fair Trade Commission and the National Tax Service.

While some news headlines are presenting this as a catastrophic development that will shut down the cryptocurrency industry in South Korea, the initiative of the South Korean authorities is in line with current trends toward stronger cryptocurrency regulations in China, Europe and the U.S.

“A right set of regulations will rather nurture the (virtual currency) market, and we would welcome that,” Bithumb representatives told Reuters, adding that such a code of conduct could add legitimacy to the market.

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